Worum geht es beim kostenlosen E-learning?
Für Wen?
Das E-Learning ist für Mitarbeitende in Verkauf, Handel, Verarbeitung und Gastronomie sowie alle Interessierten, sodass Wissen flexibel und ortsunabhängig erworben werden kann.
Dazu bieten wir kostenlose Online-Schulungen an, die zur selbstständigen Erarbeitung gedacht sind und dadurch sowohl zeitliche als auch inhaltliche Freiheit ermöglichen.
Deine Vorteile:
- Kostenloses Grundlagenwissen für eine erfolgreiche Kundenberatung rund ums Thema „Bio“
- 2 Lerneinheiten rund um die regionale Bio-Wertschöpfungskette
- Voll responsive Lernplattform für gutes Lernerlebnis an PC, Tablet und Handy
- Lernfortschritt jederzeit speicherbar
- Interaktive Formate und Wissensabfragen
- persönlicher Login
- Abschluss mit Zertifikat
Lerneinheit 1: Bio-Basics
Die Lerneinheit 1 zu den Mehrwerten regionaler Bio-Landwirtschaft bietet Grundlagenwissen für eine erfolgreiche Kundenberatung rund ums Thema „Bio“ und behandelt folgende Module:
- Klarheit im Siegeldschungel
- Boden & Pflanzen
- Mensch, Tier & Natur
- Fokus Tierwohl
Lerneinheit 2: Bio im Detail
… zwischen Vorurteilen und echten Vorteilen. Die Lerneinheit 2 behandelt verschiedene Narrative rund ums Thema „Bio“.
Module:
- Bio oder billig: Was ist wirklich günstiger?
- Bio – der gesunde Unterschied?
- Bio: tier- und umweltfreundlich?
- Mit Bio die Welt retten?
- Ist das auch wirklich Bio?
- Mit Bio die Welt ernähren?
- Nachhaltig leben mit Bio?
Lerneinheit 3: Bio in der Praxis
… überzeugende Beratung passend zum Kundentyp. Diese Lerneinheit 3 behandelt verschiedene Themen und Übungen im Umgang mit der Vielfalt der Bio-Kundschaft und umfasst folgende Module:
- Bio für Anfänger:innen und alle die es werden wollen.
- Bio für Fortgeschrittene: Was braucht die Gelegenheitskäuferin?
- Bio für Profis: Mit spannenden Fakten Vertrauen stärken.
Weitere kostenlose Angebote für alle Bio-Akteure von Bio-Betrieb bis Bio-Stadt.
Optimale Direktvermarktung
Schulung für Bio-Erzeuger
Workshop Gemeinschafts-verpflegung
Grünes Klassenzimmer
Bio-Gastronomie-Konzept
Bio verfeinert die Wertschöpfungskette – So geht’s!
Ziel der EU sind 25 % Ökolandbau bis 2030 – bei Bioland ist dieses Ziel mit 30 % sogar noch ambitionierter. Aber warum sollte ich deshalb meine Landwirtschaft, meine Verarbeitung sowie meine Gastronomie oder Kantine auf Bio umstellen? Wie kann ich zudem im Handel Produkte aus regionalen Bio-Wertschöpfungsketten platzieren, und wie gelingt das sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch rechtssicher? Und was muss ich dabei außerdem im Alltag konkret beachten?
Hier gibt es weiterführende Informationen, um Schritt für Schritt in Richtung mehr Bio planen zu können.
EU-Öko-Verordnung: Europaweit einheitliche gesetzliche Rahmenbedingungen
Die EU-Öko-Verordnung (mitsamt Durchführungsrechtsakten) ist die Basis für die ökologische Herstellung und Kennzeichnung von Lebensmitteln in ganz Europa, sodass ein einheitlicher Rahmen geschaffen wird. Einheitliche gesetzliche Bedingungen schaffen Transparenz und fördern zudem das Vertrauen der Verbraucher:innen in Bio-Produkte. Nur wenn die hohen ökologischen Produktionsstandards und strengen Regelungen der EU-Öko-Verordnung in Bezug auf Herstellung, Verarbeitung, Transport und Lagerung eingehalten werden, dürfen Produkte mit dem 2010 eingeführten „EU-Bio-Logo“ gekennzeichnet werden.
Im Gegensatz zu Werbeaussagen wie „nachhaltig“ oder „generativ“ ist die Auslobung als „Bio“ also gesetzlich geregelt und geschützt, sodass sowohl Greenwashing als auch unlauterer Wettbewerb europaweit verhindert werden können.
Die Europäische Kommission stellt eine umfassende Informationsplattform rund um’s Thema Bio bereit – hier gibt’s auch mehr Infos zum EU-Bio-Logo, dessen Kriterien und Zielen. Weiterführende Informationen und Links zur EU-Öko-Verordnung hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bereitgestellt.
Umstellung auf Bio: für Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel
Bio-Landwirt:in werden? So geht’s: Sich über Prozess und Umstellungszeit informieren, möglichst früh Beratung einbeziehen und anschließend die betriebliche Umstellung planen. Außerdem sollten Förderungen beantragt und eine geeignete Kontrollstelle ausfindig gemacht werden. Danach erfolgt die unabhängige Kontrolle, sodass der Betrieb nach erfolgreicher Prüfung das EU-Bio-Zertifikat erhält.
Dazu gibt es eine Übersicht über den Prozess der Umstellung bei der Europäischen Kommission als auch eine Schritt-für-Schritt Anleitung auf ökolandbau.de, der zentralen Informationsplattform der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zum Ökolandbau. Hier finden auch Unternehmen aus Verarbeitung und Handel Informationen zur Umstellung und Zertifizierung.
TIPP: Die landwirtschaftliche Fachberater*innen der Bio-Verbände wie z.B. Bioland stehen bei der Umstellung zur Seite und gestalten gemeinsam die individuelle Umstellung des Betriebs. Das Beratungsangebot erstreckt sich auch auf Herstellung und Handel.
Bio als Teil der Farm to Fork Strategie der EU
Der Ausbau des Ökolandbaus ist einer der wichtigsten politischen Bausteine im Rahmen der Farm to Fork Strategie („Vom Hof auf den Tisch“) der EU und trägt damit maßgeblich zur Transformation der Landwirtschaft bei. Diese Strategie ist Teil des EU Green Deals und hat zum Ziel, die Lebensmittelsysteme in der EU insgesamt nachhaltiger zu gestalten. Konkret sollen unter anderem der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln halbiert, das Tierwohl und ein nachhaltiges Konsumverhalten gefördert sowie die Lebensmittelversorgung innerhalb der planetaren Belastungsgrenzen gewährleistet werden, damit Landwirtschaft und Ernährung langfristig zukunftsfähig bleiben.
Um dies zu erreichen, soll der Anteil der ökologischen landwirtschaftlichen Nutzflächen in der gesamten EU bis 2023 auf 25 % angehoben werden. Deutschland hat sich darüber hinaus mit 30 % bis 2030 im Rahmen der Biostrategie 2030 sogar ein noch ambitionierteres Ziel gesetzt. Warum ambitionierte Ökolandbau-Ziele gerade jetzt wichtig sind, beantwortet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in FAQs zur Biostrategie und liefert damit zusätzliche Einordnung.
„Mehr Nachhaltigkeit in der gesamten Lebensmittelversorgungskette ist gefragt. Dazu müssen alle Beteiligten – von den Höfen bis zu den Haushalten – einen Beitrag leisten“, heißt es dazu vom Europäischen Parlament.
Die Rolle der Bio-Verbände
Die Bio-Verbände wie Bioland, Demeter oder Naturland spielen in Deutschland eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der ökologischen Landwirtschaft. Die Richtlinien der Verbände sind zum Teil strenger als die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung – mehr Infos dazu auf ökolandbau.de. Eine Mitgliedschaft bietet Vorteile, zum Beispiel bei der Vermarktung und Preisgestaltung, da die Verbandsmarken ein hohes Vertrauen genießen. Zudem ermöglicht sie einen intensiveren Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Neben der Unterstützung durch die Beratung entwickeln die Bio-Verbände Bio-Landwirtschaft stetig weiter, engagieren sich in Politik und Forschung sowie in vielfältigen Projekten – wie unserem Bio-Mobil! Mehr zu den Aufgabenfeldern gibt’s auch in unserem E-Learning.
Übrigens: Der größte deutsche Anbauverband ist Bioland. Während Demeter und Naturland international tätig sind, konzentriert sich Bioland auf Betriebe in Deutschland und Südtirol – für REGIONALES BIO.
Bio in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Seit Oktober 2023 können auch Restaurants, Kantinen und Mensen einzelne Bio-Produkte oder ihren Bio-Anteil ausloben. Mehr Infos, auch zu Bio in der Gemeinschaftsverpflegung wie Kitas und Schulen, gibt es auf der Seite des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung,
Übrigens: Die Auslobung des Bio-Anteils in Gold, Silber und Bronze wurde vom Verband Bioland bereits 2018 eingeführt. Durch die Kennzeichnung profilieren sich Betriebe mit einer glaubwürdigen verbindlichen Nachhaltigkeit, auf die immer mehr Gäste Wert legen. Dadurch wurde Bioland zum Vorreiter bei der Schaffung einer transparenten Bio-Auszeichnung in Profiküchen. Auch hier gibt’s ein (ggf. gefördertes) Beratungsangebot mit zugeschnittenem Umstellungsplan inklusive Praxistipps und Lieferantenkontakten. Mehr Infos zur Bio-Auszeichnung gibt’s hier. Mit dem Projekt „Grenzenlos Regional -Bio in Europa“ wird das Bio-Gastronomie-Konzept aktuell auch in Südtirol fest etabliert und soll weiter ausgedehnt werden.